Irgit Schynykbaj-oglu Dshurukuwaa, besser bekannt unter dem Namen Galsan Tschinag, kam am 26. Dezember 1943 im Altai-Gebirge in der Westmongolei zur Welt. Bis heute prägen ihn, den Schriftsteller, Anführer und Schamanen der Tuwa, die Gesänge und Epen seines Volkes und die Natur der Bergsteppe. Ich hatte mehrmals das Vergnügen ihn im Zuge von Veranstaltungen in Österreich und wegen Projekten zur Unterstützung der Tuwa zu treffen und überlasse ihm das Reden, das er auch auf Deutsch so meisterhaft beherrscht (Hans Bogenreiter für die Solidarischen Abenteuer)

Ihr lieben Geister aus Freunden, Leserschaft, Bekannten, Seelenverwandten!

Ich bin grenzenlos froh, endlich einmal mich heute fröhlich und begeistert an Euch zu wenden zu dürfen. Mein 80. Lebensjahr, das Jubiläumsjahr aus 8 Jahrzehnten, 960 Monaten, 4 174,29 Wochen, 29 220 Tagen, 701 280 Stunden, 42 076 800 Minuten, 2 524 608 000 Sekunden – wie eine meiner treuest-liebsten Leserinnen mir geschrieben hat, läuft bis heute voller freudiger Ereignisse ab, ganz im Gegensatz zu den unerfreulichen Erschütterungen auf unserem Globus. Dies kommt daher, dass die neue Mongolei trotz ihres Rufes als dshingisisch-kriegerischer Erdflecken, heutzutage zu einer friedlich, friedlichen Ecke in der ganzen Welt geworden ist. Von diesem Frieden genießen wir tagtäglich, Stunde um Stunde, ja mit jedem Atemzug den Geschmack und den Duft des Lebensglücks.

Zu Anfang des Jahres haben der mongolische Schriftstellerverband und die Akademie der Wissenschaften beschlossen, eine künstlerisch-wissenschaftliche Konferenz zu Ehren meiner Person in Verbindung mit meinen Werken zu gestalten. Im Präsidentensaal der mongolischen Nationalbibliothek haben acht hochdotierte Akademiker zu acht verschiedenen Themen Vorträge gehalten, in welchen sehr genau meine Person, meine Bücher und meine Taten untersucht und ausgewertet wurden. Das Hauptergebnis war: In vielen Fällen galt ich als derjenige, der seiner Zeit vorausgegangen ist und dafür schmerzhaftes Unverständnis erleiden musste, aber in der kommenden Zeit Recht behalten und später auch verstanden worden ist.

Dann wurde mein Erstlingswerk Eine tuwinische Geschichte unter dem Titel Erzählung aus gewittrigen Zeiten in mongolischer Sprache neu verlegt und durfte nun an die breite Öffentlichkeit gelangen. Übrigens steht dieses Büchlein seit Monaten in den Buchläden auf dem ersten Platz. Mittlerweile ist die Geschichte Der Ausflug in mongolischer Übersetzung unter dem Namen Unter dem Oktoberhimmel auch verlegt worden und seit einigen Tagen in den Buchläden zu finden, sodass ich nun auch im eigenen Lande von der Leserschaft nachträglich entdeckt werde. Dann waren wir im Sommer zu Hause im Altai und wurden sehr herzlich aufgenommen vom eigenen Volk. Einer meiner Neffen sagte zu uns beiden: „Ach, wie schön, als hätten der Vaterberg und das Muttermeer endlich ihre gebührenden Plätze eingenommen!“

Und bei der Gelegenheit haben wir 5000 Kilometer um die westliche Hälfte der Mongolei gezogen. Bei dieser Reise habe ich viele Freudentränen geweint angesichts der Schönheit meiner Berg-, See-, Wald- und Steppenheimat. Dabei wurden wir in jeder Jurte, bei jeder Begegnung mit dem Nomadenvolk, hoch geehrt und ausgiebig bewirtet. Weiterhin haben wir in diesem Jahr zwei Reisen in unsere andere Heimat, Europa, gemacht. Bei beiden Reisen sind uns große Ehren zuteilgeworden. Wir wurden überall gut aufgenommen und sind reichlich beschenkt worden. Bei der letzten Reise haben wir fünf Kartons voller Bücher an die Leserschaft gebracht. Darunter waren zwei Neuerscheinungen, der Abschlussband meiner Memoiren-Trilogie in Romanform unter dem Titel Kennst du das Haus – Weltenweite Reisejahre und der Gedichtband Weltenwanderer mit achtzig neuen Gedichten. Das waren meine deutschsprachigen Buchkinder Nummer 41 und 42. Bei den Reisen wurde das runde Jubiläum vielfach in vielen verschiedenen Formen gefeiert. Allen, die diese Feierlichkeiten ermöglicht haben, sagen wir aus ganzem Herzen danke und zwar mit neun-komma-neun Magnituden auf der Richterskala des Gefühls. Auch für alle Geschenke und Spenden möchten wir uns ganz, ganz herzlich bedanken. Wobei ich verspreche, dass alle diese Spenden für etwas Bleibendes zum Schutz der Natur, unserer Erdmutter, voll eingesetzt werden. Nun zu Weihnachten, was die Nomaden eigentlich nicht kennen. Aber wir, als eine eurasiatische Mischfamilie haben auch da in bescheidener Form gefeiert. Kerzen brannten, unsere Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge drehte sich, weihnächtliche Gebäcke wurden gekostet und kleine Gaben verteilt.

Und schließlich, vor drei Tagen, am zweiten Weihnachtstag, haben wir die zahlreichen Geburtstagsfeierlichkeiten mit einer kleinen Feier von Menschen, die wir im eigenen Hof ersichten und erwischen konnten, abgeschlossen. Und jedem Teilnehmer eine Gabe des Alters, wie seit Urzeiten bei den Nomaden üblich, verteilt. Dazu wurde an dem selben Tag das oben erwähnte neueste Buch vom Verleger gebracht und mit persönlichen Widmungen allen Gästen geschenkt.

Nun zu gestern: Am Vortag der Staatsfeierlichkeit zur Unabhängigkeit des mongolischen Staates vor 112 Jahren, wurde meine Person zur Gestalt Nummer eins – Der mongolische Staatspräsident Uchnaagiin Hürelsüch, geboren am selben Tage des selben Monats und des selben Jahres wie mein ältester Sohn Heme, zeichnete mich im Präsidentenpalast vor allen sinntragenden heiligen Gegenständen, wie den neunfüßigen Standarten und der Ehrenwache, unter Klang der mongolischen Nationalhymne in Gegenwart aller Ausgezeichneten, mit dem höchsten Titel des mongolischen Staates, dem goldenen, fünfzackigen Sojombo und samt dem höchsten Orden von Suchbaatar Held der Arbeit der Mongolei aus. Ich war erschüttert vor Freude, denn ich bin unter dem Tuwavolk überhaupt der erste Mensch, der diesen Titel tragen darf. Der mongolische Staat vergibt viele Preise, dieser nun ist der Gipfel unter ihnen. Tuwamenschen durften bisher niemals Held der Arbeit oder General werden. Ich habe mich vor allem für mein eigenes Volk gefreut. Und als ich mit meiner Begleitung aus dem Regierungspalast heraustrat und wir auf dem roten Teppich die gewaltigen Treppenstufen hinabschritten, wimmelte der Suchbaatarplatz von Menschen in Erwartung der Ausgezeichneten. Und mir kam es so vor, als wäre die größere Hälfte dieser Menschenmasse meinetwegen gekommen, das waren Verwandte, Freunde, Leser, Bekannte und vor allem Tuwamenschen. Sie haben zum Teil stundenlang auf diesen Augenblick gewartet. Wir schwammen eine Zeit lang in der Masse von aufgeregten und beglückwünschenden Menschen und es dauerte geraume Zeit, bis meine Frau und meine Kinder mich in Richtung des Autos hinausführen konnten. Glückwünsche kamen von allen Seiten und Sektkorken knallten ich habe meinen Teil mit einem Huraj-Gesang zum Himmel verspritzt und in vielen Sprachen meinen Dank laut ausgerufen unter anderem: Hej, Deutschland, danke, danke, danke Dir, Deinem Geist und Deinem Volk! Von dort fuhren wir auf Wunsch der Leitung des Schriftstellerverbandes zum Haus der mongolischen Schriftsteller. Dort wurden wir ebenso herzlich empfangen ohne jegliches Anzeichen von irgendwelchem offiziellen, steifen Zwang. Die Leitung hat sich verjüngt, lauter wohlwollende, junge Menschen empfingen mich wie einen eigenen Vater, eigenen Großvater. Sie riefen immer wieder aus: Wir haben einen Helden! Mein Jugendfreund, Kommilitone aus meiner Unizeit, ein bekannter Dichter, verdienter Kulturschaffender der Mongolei, wie ich auch, Dagwadoorsh des Tschoosuren war mit seiner Frau da, er sagte immer wieder: „Wenn ich mich nicht freue, wer soll sich überhaupt freuen? Ich habe jeden Grund dazu, das ist meine Pflicht und mein Recht.“ Zuvor hatte er am Telefon erzählt, dass er vor wenigen Wochen seine jüngste Tochter in Amerika an Krebs verloren habe und sagte dazu: „Nach langen düsteren Wochen des Abschieds und der Trauer kommt endlich eine helle Stunde der Freude und ich werde mit meiner Frau Dich mitempfangen, wenn Du mit dem Orden des Helden aus dem Regierungshaus herauskommst.“

Wie viele Glückwunsch-Telefonate ich seitdem geführt habe, weiß ich schon nicht mehr. Und immer wieder kommen neue Anrufe. Übermorgen feiert die Mongolei Silvester und den Jahreswechsel. Und es stehen weitere Geburtstage bevor, auch sind wir in Erwartung der Geburt unseres ersten Urenkels. Und in einem Monat, am 10. Februar beginnt schon das Zagaansar-Fest, das lunare Neujahr, das mehrere Tage lang gefeiert wird. Vorerst einmal laut gedacht: Ich werde den hohen Titel wie es im Lande üblich ist, in Gegenwart von sehr vielen Menschen in nächster Zeit auch feiern. Wie und wo ich das mache, weiß ich zwar noch nicht, weiß aber, wir werden es tun, schon um der vom Staat noch nicht offiziell anerkannten Tuwa-Minderheit eine Freude zu bereiten und zu ihrer Selbstachtung beizutragen.

Nun bedanken wir uns bei Euch allen noch einmal aus der Tiefe des Herzens und der Seele und wünschen Euch alles, alles Gute zum Jahreswechsel.

Galsan, Sabine

Fotos: 1-3) Feier zur Übergabe eines Geburtstagbuches an Galsan, Copyright: “Förderverein Mongolei e. V.” 4) Nach Veranstaltung in Wien im Mai 2012 mit Hans und Dario


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 Die Spendenaufrufe häufen sich stets um diese Jahreszeit, da können die Solidarische Abenteuer nicht zurücktreten und geben ebenfalls einige Tipps fürs Schenken.

Ukraine: Wieder hat ein harter Winter begonnen.

Der rumänische Pastor Emanuel Besleaga hat via WhatsApp wieder eine berührende Nachricht über seine Hilfsaktionen in der Ukraine (mehrmals hier schon vorgestellt) geschickt: „Ich habe es vergessen…Die Winterferien stehen vor der Tür, wir alle bereiten uns darauf vor, dass sie so magisch wie werden…Ins Saporischschja, Dnipro, Mykolajiw sind die einzigen Himmelskörper, die den Firmament mit Sicherheit erhellen werden, Bomben. Sie können jederzeit das Leben unschuldiger Menschen zerstören. Wir wollen aber den Menschen weiterhin mit allem Guten zur Seite stehen. Wir können Freude und Lächeln bringen. Mit dem was wir tun macht es einen Unterschied.“

Jede Unterstützung, die diesen Unterschied bewirkt ist sehr willkommen.

Spenden bitte an Hilfsverein Austria pro Moldavia, IBAN AT 47 2011 1000 0514 6720. Kennwort: „Hilfe für Ukraine“

Entwicklungshilfeklub: sinnvoll schenken

In einer Woche steht das Christkind vor der Tür und Sie haben noch nicht alle Geschenke? Was schenkt man einem Freund, der eigentlich schon alles hat, was der Großmutter, die immer sagt, sie sei wunschlos glücklich? Das Christkind hat es nicht leicht, das Richtige zu finden. Wir hätten da ein paar Ideen: unsere Geschenke mit Sinn. Verschenken Sie eines unserer Projekte und machen Sie damit nicht nur den von Ihnen Beschenkten eine Freude, sondern auch den Menschen in unseren Projekten.

Hier geht’s zum Online-Geschenkformular: https://entwicklungshilfeklub.at/spenden/meine-spende-verschenken/

FOL: Jahresrückblick und Weihnachtsgrüße 2023

 

Der Verein FRIENDS OF LINGSHED (FOL) steht für kontinuierliche und nachhaltige Förderung von Bildung, daher stellen wir in diesem Jahr an den Beginn unseres Berichtes die erfreuliche und keinesfalls selbstverständliche Information über den regulären Schulbetrieb in ganz Ladakh. Damit bedanken wir uns für die Unterstützung bei den SponsorInnen und wünschen allen FreundInnen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Gleichzeitig bitten wir weiterhin um finanzielle Förderung, damit wir für unsere ladakhischen Freunde nach wie vor ein verlässlicher Partner bleiben. Hier geht’s zum Weihnachtsbrief https://www.lingshed.org/wp/wp-content/uploads/2023/12/Weihnachtsbrief-2023-A4.pdf

Strahlende Kinderaugen…bei Africa Amini Alama

15.December 2023: Das ist überall auf der Welt so – Kinder lieben Geschenke! Es braucht nicht viel, um bei uns Freude zu bereiten. Ihre Spende hilft! + Sei ein Teil der Africa Amini Alama Familie.

Hier gibt’s den entsprechenden Link: https://africaaminialama.com/spenden

Ein herzliches Dankeschön an alle SpenderInnen und dazu noch die besten Wünsche für Weihnachten und das neue Jahr 2024

Hans Bogenreiter für Solidarische-Abenteuer.at


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Im Vorfeld der Europäischen Kulturhauptstadt 2024 Bad Ischl/Salzkammergut ist im Mai/Juni 2023 im Rahmen des Projekts Radio Transfer – Communities in Dialogue – eine spezielle Version unserer Radiobrücke Nord-Süd zustande gekommen, die von Radio B138 Kirchdorf in OÖ und von Radio Zongwe in Sinazongwe in Zambia befindet. SchülerInnen im oberösterreichischen Almtal und von beiden Ufern des Zambezi im Südlichen Afrika haben sich über ihren Alltag, ihre Interessen und Hoffnungen ausgetauscht. Dazu ist im SADOCC-Magazin Indaba ein ausführlicher Beitrag erschienen, siehe:     https://www.sadocc.at/wp-content/uploads/2023/06/IND-118-Mini-FIN.pdf

Ein podcast der Radiobrücke ist nachzuhören unter https://cba.fro.at/622717 Das Zustandekommen der Radiobrücke wurde am 24. Juni mit einem fulminanten Konzertabend in der Alten Sägemühle Schoenau 8 in Scharnstein gefeiert, bei dem als Highlight die aus dem Tongagebiet stammende und inzwischen international gefeierte Band Mokoomba aufgetreten ist: https://www.facebook.com/reel/106103225857762

Damit wurde ein langjähriger Kulturaustausch mit dem Volk der Tonga im Grenzgebiet von Zimbabwe und Zambia fortgesetzt, der 1995 von der ARGE Zimbabwe Freundschaft initiiert wurde und an dem sich seither neben zahlreichen KünstlerInnen und MusikerInnen auch etliche Freie Radios in Österreich beteiligt haben. Siehe auch die website http://www.mulonga.net/ Die Ngoma Buntibe/Budima Musik der Tonga ist – als Kommunikationsform und Überlebensmittel – Ausdruck einer starken kulturellen Identität und Resilienz angesichts schwieriger politischer Umstände und Lebensbedingungen.

Der Respekt davor hat nicht nur die künstlerische Auseinandersetzung über die Jahre inspiriert. Die Begegnung auf Augenhöhe hat auch die solidarische Unterstützung mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie gefördert, von Computerzentren an Schulen auf beiden Seiten des zum Lake Kariba aufgestauten Zambezi bis zur Einrichtung einer Community Radio Station am nördlichen Ufer. Damit sollen die traditionellen Ausdrucksformen der Bevölkerung nicht verdrängt, sondern ergänzt und ihre Stimmen verstärkt werden. Tatsächlich ist Radio Zongwe FM zu einem solchen Sprachrohr geworden, wie sich beim Fest anlässlich der Verleihung der offiziellen Sendelizenz im November des Vorjahres gezeigt hat: The official opening of Zongwe FM has cheered the Sinazongwe Community. (Bright Mudonga). Siehe auch die kurze Video Zusammenfassung von Wolfgang Fadi Dorninger: https://www.dorftv.at/system/files/thek/720p/2022/41441/41441.mp4

Diese Radiobrücke Nord-Süd soll nun auch im neuen Schuljahr fortgesetzt werden um eine direkte Verständigung zwischen SchülerInnen im Südlichen Afrika und in Österreich zu ermöglichen und weiter Aufmerksamkeit für den Lebensalltag und die Herausforderungen der Tonga Community zu fördern. Das aktuelle Crowdfunding soll den Betrieb der Radiostation von Zongwe FM durch Einrichtung einer nachhaltigen Energieversorgung mittels Photovoltaik unterstützen. 2019 hat eine erfolgreiche Spendensammlung die Übersiedlung der Station auf den Hügel über dem Lake Kariba – mit entsprechender Reichweite über die Grenze zwischen Zimbabwe und Zambia hinweg – ermöglicht. Mit Sonnenenergie soll die Station nun auch unabhängig werden von einer durch häufige Stromabschaltungen geprägten lokalen Energieversorgung. Beim Konzert am 24. Juni sind bereits EURO 2.000 gespendet worden. Damit ist schon ein guter Anfang gemacht um das Spendenziel von EURO 5.000 zu erreichen.

Solarpanels, welche die ARGE ZF 2011 mit Unterstützung des Rotary Clubs an der Siabuwa Highschool am südlichen Ufer des Kariba Stausees in Zimbabwe installiert hat, um u .a. das ComputerLab von Tonga.Online zu elektrifizieren.

Dankeschön für Ihre Spende – in der Sprache der Tonga: TWALUMBA LOKO

Spendenkonto Nr. 32100-699110 der ARGE Zimbabwe Freundschaft und bei der OÖ Sparkasse BLZ 20320, IBAN: AT73 2032 0321 0069 9110, BIC: ASPKAT2LXXX 

Ein Projekt in Kooperation von Radio B138 Kirchdorf + ARGE Zimbabwe Freundschaft Linz Peter Kuthan für die ARGE Zimbabwe Freundschaft Mike Schedlberger für Radio B138 Kirchdorf Impressum: ARGE Zimbabwe Freundschaft, 4020 Linz, Karlhofstrasse 19, argezim@kuthan.at, Fotos: Petra Moser und Peter Kuthan

 


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Update Ukraine

 Einen ziemlich verzweifelten Hilferuf erhielt u. a. Dr. Euler-Rolle am 27. Oktober von Pastor Emanuel Besleaga via WhatsApp: „Grüße ihr Lieben! Ich hoffe, dass es Euch gut geht. Wir engagieren uns stets dafür, den Menschen in Osteuropa dort zu helfen, wo große Not herrscht. Die Aufmerksamkeit richtet sich in dieser Zeit auf Israel, aber die Situation hier hat sich nicht geändert, sondern sogar noch schlimmer. Dies ist der letzte Monat, in dem wir im Kriegsgebiet Brot backen können. Zum Winter hin wird die Situation immer schlimmer und die Ressourcen der Menschen werden immer knapper. Wir brauchen Mehl, Öl, Wasser, um weitermachen zu können. Wir brauchen Kleidung und Lebensmittel, damit wir weiterhin helfen können. Wir bitten Sie, bei uns zu bleiben, damit wir diesen Winter überstehen. Möge Gott Sie mit Gesundheit und allem Notwendigen segnen, damit wir diese Hilfsarbeit gemeinsam fortsetzen können. Gute Nacht.“

 

Spenden bitte an Hilfsverein Austria pro Moldavia, IBAN AT 47 2011 1000 0514 6720. Kennwort: „Hilfe für Ukraine“

Mit herzlichem Dank im Voraus, Hans Bogenreiter für Solidarische-Abenteuer.at


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JAHRESREPORT 2022-2023

15 Jahre Africa Amini Alama – der Glaube an Afrika hat in diesen Jahren viele große und kleine Wunder bewirkt. Aus einem 4-jährigen, schüchternen Kleinkind wächst ein selbstbewusster Sekundarschüler heran, eine Massai-Frau wird dank gynäkologischer Untersuchung gerade noch rechtzeitig vor einer schweren Erkrankung bewahrt, eine alleinstehende Frau kann sich und ihre Kinder dank eines Hühnerprojektes wieder selbst versorgen, ein von uns seit vielen Jahren angestellter Lehrer beschreitet mit seinem erworbenen Wissen neue Wege im Schulunterricht.

Es sind diese unzähligen Einzelschicksale, die berühren. Die Auswirkungen unseres Wirkens kann quantifiziert, qualitativ bemessen und durch Strategien und Visionen belegt werden. Doch letztendlich zählt jeder einzelne Mensch, dem hier bereits geholfen wurde. Wir erleben tagtäglich, was Glaube und Vertrauen (Amini) bewirken kann. Der Glaube wächst, und mit jedem/jeder Unterstützer:in auch die Möglichkeit, hier wieder Wunder zu bewirken. Dieser Bericht über die Jahre 2022/23 gibt einen umfassenden Überblick über den Stand aller in Africa Amini Alama relevanten Projekte. Es gibt viel zu berichten. Doch sind es weniger die Gebäude selbst, die zu erwähnen wichtig sind, als die Kraft, Liebe und die Freude, welche in dem Feld, das wir hier aufrechterhalten, zu spüren ist.

Im letzten Jahr können wir folgende bauliche Meilensteine hervorheben: Im Jänner 2022 wurden erstmalig 40 Schüler:innen in der Africa Amini – Sekundarschule für nachhaltigen Tourismus aufgenommen und haben mittlerweile ihr erstes Schuljahr abgeschlossen. Im Mai wurde die neue Africa Amini – Healing Clinic eröffnet, die neben Präventivmedizin und Naturheilkunde auch die Behandlungen von Patient:innen in Gemeinden und Schulen im Rahmen des Driving Doctors-Projekt vornimmt.

Im September wurde mit dem Bau der Mukuru-Grundschule begonnen, welche ein neues Massai-Gebiet erschließt und dort dringend notwendiges Essen und englischsprachige Bildung ermöglicht. Im Oktober starteten wir mit regenerativer Landwirtschaft und einer Intensivierung unseres Permakultur-Gedankens im Rahmen des Africa Amini – Earth Projektes. Zum Schulschluss wurde allen Schüler:innen der Abschlussklassen der Grundschulen ein kleiner Ofen für holzsparendes Kochen geschenkt. Noch vor Ende des Jahres wurde das neue Klassengebäude der Simba Vision- Schule eröffnet und die Renovierung der Lehrer:innen-Wohneinheiten und der Küche abgeschlossen. Dreißig neue Buffalo-Fahrräder stehen den Angestellten und Schüler:innen seit November zur Verfügung. Die Lendoiya-Schule bekam eine neue Sanitäreinheit. Im Jänner 2023 eröffneten wir unsere dritte Sekundarschule mit Schwerpunkt Regenerative Landwirtschaft, die Kilimo-Sekundarschule in Oltepes. Im Februar 2023 wurde eine Wasserleitung in Kisimiri Juu für ein Einzugsgebiet von 3000 Massai gebaut. Die Maasai Vision ermöglicht, dank der zwei neuen Internatseinheiten, den Schüler:innen der vierten und siebten Prüfungsklasse in der Schule zu übernachten. Einen Schwerpunkt setzten wir in Essenslieferungen für Gemeinden in akuter Hungersnot und der Unterstützung von alleinstehenden Frauen, die sich dank kleiner Businessmodelle selbst erhalten können. Gerade in Zeiten von großer Trockenheit und Nahrungsmittelknappheit war diese Notfallhilfe dringend notwendig. Im Human Ressources-Bereich kam es zu einer Intensivierung des Austausches der Projektleiter:innen untereinander. Mittlerweile nehmen mehr als 20 Projektleiter:innen an unserem Management-Teammeetings teil. Alle Arbeitsverträge, die Einteilung der Verantwortungsbereiche und das Organigramm wurden auf den neuesten Stand gebracht. In Africa Amini Life konnten wir nach den schwierigen Covid-Jahren einen starken Zuwachs an Gästen verzeichnen, das Service der Original Maasai Lodge noch weiter vertiefen und das Hillside Retreat mit neuer Rezeption, mehr Zimmern und einem Manager, als Lodge ausbauen, sowie Gästen mit den Amini Homes eine Übernachtung inmitten der Projekte ermöglichen.

Für AAA: DDr. Christine Wallner (Team Europa), Mag. Dr. Cornelia Wallner-Frisee (Team Tansania)

Hier geht es zum ganzen Jahresreport 2022-2023: https://mailchi.mp/africaaminialama/neues-aus-tansania-8-6132096?e=e61e30be48

Patenschafts- & AAA Treffen mit Cornelia 13. Juli 2023, 18 Uhr, Fröschelgasse 16, 1190 Wien

SPENDENINFORMATION

Spenden sind in Österreich steuerlich absetzbar. Spendenkonto – Österreich: IBAN: AT141200051846031508 Africa Amini Alama Unterstützungsverein Röntgengasse 3a/3, A-1170 Wien, Telefon: +43 664 4526667, office@africaaminialama.com, www.africaaminialama.com

 


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Die Armut im zurückeroberten Cherson ist groß. Etwa 40.000 Menschen sollen nach neuen Schätzungen noch in der Seehafenstadt am Dnepr in der südlichen Ukraine leben – vor dem Einfall der russischen Armee waren es noch über 280.000. Die Verbliebenen müssen in einer Stadt, die von russischen Bomben großteils zerstört wurde, zurecht kommen – großteils ohne fließendes Wasser, Strom und Heizung. Nun ist der Winter zwar vorbei, aber die Notlage ist geblieben.

Der rumänische Pastor Emanuel Besleaga (siehe unten mit Selfie) unterstützt nun die Menschen in der Ukraine ein weiteres Mal, konkret in Cherson eine Brotbäckerei, die jeden Tag bis zu 250 Brote bäckt. Der Pastor berichtete Dr. Euler-Rolle, der in Österreich die Hilfe für Ukraine betreut, nach seiner Rückkehr aus Cherson folgendes: „Es ist sehr interessant, wenn Leute kommen und sagen, dass sie seit einem Monat kein Brot mehr gegessen haben. Mit der Spende von 5.500 Euro haben wir Mehl gekauft und Transporte bezahlt. Wir verteilen das Brot gratis, wir verkaufen es nicht. Deshalb brauchen wir Hilfe. In die Brotfabrik kommen arme Menschen, die ärmsten sind Frauen und Kinder. Mit 5.000 Euro können wir die Ausgaben für einen Monat decken. Darin enthalten sind Mehl, Öl, Zucker, Salz, Wasser und Unterstützung für die Frauen, die dort arbeiten.“

Nachtrag

Zur Not kam die Flut

Kaum wurde der obige Hilferuf Online gestellt kam es für den Menschen in der Region Cherson noch schlimmer. Nach der Sprengung des Kachowka-Staudammes in der Nacht zum 6. Juni wurden weite Teile der Stadt und die Umgebung überflutet. Der Pastor Emanuel Besleaga engagiert sich weiter für die notleidigen Menschen. Hier ein Auszug aus seiner jüngsten WhatsApp-Nachricht: „In Cherson bleibt die Situation dramatisch. Das Wasser wird immer schmutziger. Häuser sind vollkommen zerstört und ganze Gebiete unzugänglich. Wir sind mit den ersten Hilfsgütern angekommen: Wasser, Lebensmittel, Matratzen, Decken. Ich sage es nochmals: Die Menschen brauchen dringend Hilfe. Wir hoffen, dass unsere Bitten erhört werden.“

Spenden bitte an Hilfsverein Austria pro Moldavia, IBAN AT 47 2011 1000 0514 6720. Kennwort: „Brot für Cherson“

Mit herzlichem Dank im Voraus, Hans Bogenreiter für Solidarische Abenteuer


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